Über mich

irrlicht-larpt über mich

Hallo und herzlich Willkommen auf meinem Blog!

Mein Name ist Manu und ich möchte auf dieser Internetseite über mein Hobby LARP berichten. Mein eigener Start in dieses Hobby gestaltete sich vor etwa 6 Jahren als eher … ich nenne es mal holprig. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht um wirklich Spaß am Larpen zu finden. Dafür ist es aber jetzt umso schöner und zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden, den ich nicht mehr hergeben will. Mit Hilfe dieses Blogs möchte ich Neueinsteigern Hilfestellung geben und vielleicht ist ja für die alten Hasen auch noch das ein oder andere interessante dabei oder ich darf selbst etwas neues lernen. Ich bin sehr gespannt und freue mich drauf diesen Blog mit Leben zu füllen!

Wie kam ich zum Hobby LARP?

Ich selbst habe mit etwa 10 oder 11  Jahren angefangen Mittelalter-Märkte zu besuchen. Mit etwa 15 durfte ich mich dann zum ersten Mal selbst zu den Lagerleuten hinzuzählen. Daraufhin habe ich einige Jahre Reenactment gemacht und vor allem sehr viel über die Wikinger des 9. Jahrhunderts gelernt. Mit 18 verschlug es mich dann auf Musik-Festivals im Metal- und Mittelalterbereich, wo ich viele wunderbare Menschen kennenlernen konnte. Dort habe ich das erste Mal von LARP gehört. Ich war sofort begeistert und wollte mir das unbedingt ansehen!

Meine erste Con - eine Katastrophe

Kurz darauf besuchte ich dann ohne jegliche Vorbereitung meine erste Con. Ein passendes Kleid hatte ich vom Reenactment und ich dachte, das wird schon reichen. Es war eine kleine Taverne, die nur über einen Abend ging. Zum Glück! Denn ich dachte nur “Hilfe! Wo bin ich hier? Die haben doch alle einen anner Waffel!” Ich kam absolut nicht mit der Idee klar so zu tun als wäre ich jemand anders und war bereits in den ersten paar Minuten nach IT-Beginn (Was heißt IT? Zu den Begriffserklärungen im LARP) vollkommen überfordert. Ein Charakter-Konzept hatte ich nicht. Ich war einfach Manu. Fertig. Und Manu passte nicht in diese Welt.

Egal, ich musste irgendwie den Abend überstehen und habe tapfer versucht das eine oder andere Gespräch zu beginnen. Als ich dann endlich in ein Gespräch verwickelt war, tippte mir jemand auf die Schulter und erklärte mir im Flüsterton, dass ich mich gerade mit einem Magier unterhielt und in einem Zauberbuch gelesen hatte, dass mich verflucht hatte. Hä? Was hab ich? Und was soll ich jetzt tun? Ich entschied mich erstmal abzuwarten und nichts mehr zu sagen. Das wurde mir dann als “Verlust der Sprache” ausgelegt und ich schien für’s erste meine Rolle ganz gut gespielt zu haben. Darüber war ich gleichermaßen irritiert und stolz. Trotzdem hatte ich erstmal genug. Es war schon nach Mitternacht, also fuhr ich bald darauf nach Hause. Mit jemandem unterhalten konnte ich mich ja sowieso nicht mehr. Damit endete meine erste LARP-Erfahrung und es dauerte über 1 Jahr bis ich einen weiteren Versuch startete.

LARP-Con Nr. 2 - vielleicht doch ganz cool?

Meine zweite Con war wieder ein Tavernenabend, aber ich war besser vorbereitet. Ich hatte ein Charakter-Konzept und – noch viel wichtiger – ich hatte einen Verein gefunden, der mir unter die Arme griff und den Einstieg erleichterte: den Münzquell e.V. Diesmal war ich keine Fremde sondern hatte mit vielen der Teilnehmer bereits vorher im echten Leben gesprochen.

Ich war noch nicht ganz zufrieden mit meinem Charakter. Ich spielte eine Bauerstochter, die von zuhause ausgerissen war namens Annabell. In meinen Augen war das das langweiligste Konzept, dass man sich vorstellen kann, aber jetzt etwa 4 Jahre später kann ich sagen: Der Charakter war PERFEKT! Ich spiele immer noch gerne meinen ersten Charakter, aber sie hat sich verändert. Mittlerweile heißt Annabell nicht mehr Annabell sondern Coin Tess de la Schnaps, ist Crew-Mitglied der Freibeuter-Crew “Die Donnergurgler” und führt einen eigenen Schnapsladen. (Ich “verkaufe”/tausche selbstverständlich nur gegen Spielgeld, liebes Finanzamt. 🙂 )

Nichts davon hatte ich geplant als ich diesen Charakter das erste Mal gespielt habe. Ich kann bei manchen Punkten nicht mal genau sagen, wie es dazu kam, es hat sich einfach entwickelt. Und genau solche unvorhersehbaren Entwicklungen machen LARP für mich zu einem besonderen und einzigartigen Hobby.

irrlicht-larpt mein erster Charakter
Annabell bzw. Coin heute, von den Anfängen habe ich leider kein Bild